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Ausführlicher Projektsteckbrief Fachberatung Netz

Durchführung einer Netzkontoanalyse Gas

Ausgangs- und Problemsituation:
Seit der Kooperationsvereinbarung Gas V (KoV Gas V) können starke Schwankungen des Netzkontensaldos zu Meldungen an die BNetzA führen. Bei einem Energieversorgungsunternehmen schwankten in den Jahren 2012 und den ersten Monaten 2013 die Netzkontosalden stark mit großen positiven und negativen Abweichungen und waren keinesfalls ausgeglichen. Es konnten gewisse Effekte beobachtet werden, die daraufhin deuteten, dass die Prozesse nicht optimal laufen bzw. die Daten nicht in der notwendigen Qualität zur Verfügung standen, um eine saubere Allokation mit möglichst geringem Netzkontensaldo durchzuführen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, sich die Ursachen für die Schwankungen anzusehen.

Ziele und Aufgabenstellung:
Wir wurden mit der Ursachenforschung für die beobachteten negativen Netzkonten-Effekte beauftragt. Neben dem Ziel der Analyse der Ursachen bestand das Ziel darin, Empfehlungen von Maßnahmen zur Behebung der entdeckten Schwachstellen abzuleiten. Ferner wurden die Auswirkungen der Lastprofil-Ausprägung und des gewählten Temperaturverfahrens auf das Netzkonto untersucht.

Nutzen und Ergebnis für den Kunden:
Unser Kunde ging durch das Evaluierungsprojekt Konsequenzen aus dem Weg, die sich seitens der Marktgebietsverantwortlichen und der Bundesnetzagentur infolge hoher Netzkontensalden ergeben hätten. Zudem wurden Verhandlungen mit Lieferanten aufgrund von „Fehl-Allokationen“ vermieden. Während des Projektes konnten wir unseren Kunden auf Mängel im Allokationsprozess und den umliegenden Prozessen sowie auch auf Mängel in den Bilanzierungsdaten hinweisen. In Folge dessen wurden neun konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Allokationsprozesses für SLP-Lieferstellen vorgestellt.

Vorgehensweise:
In diesem Projekt haben wir die sbc DQM-Methode gewählt und diese durch Prüfungsvorschläge aus dem bdew-Leitfaden zur Abwicklung von Standardlastprofilen Gas ergänzt.

Unsere gewählte Vorgehensweise beruhte auf dem Vier-Phasen-Konzept. Der Kunde wurde von uns durch die Start-, die Evaluierungs-, die Feinkonzept- und in der Umsetzungsphase begleitet und geführt. Nach den ersten Start-Up-Gesprächen und der Aufnahme der Schwachstellen haben wir diese in der Evaluierungsphase weitgehend analysiert und die Ursachen identifiziert. In der Feinkonzeptphase wurden notwendige Maßnahmen abgeleitet. In der abschließenden Umsetzungsphase dieses Konzepts wurde die Planung und Begleitung der Maßnahmenumsetzung initiiert und mit dem Kunden durchgeführt.

Eingesetzte Tools / Methoden:
Neben den Methoden der Prozessanalyse nutzten wir zur Lösungsfindung in diesem Projekt die Kundenwertberechnung und die Allokationsgüteprüfung mit dem SOPTIM NZM. Darüber hinaus setzten wir zur Datenqualitätsanalyse Infozoom ein.

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